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Methoden

Marburger Training

Kirsten Terbeck-Joppek mit dem Buch zum Marburger Konzentrationstraining

Konzentrationstraining für Schulkinder (MKT)

Das Marburger Konzentrationstraining

Das Marburger Konzentrationstraining für Schulkinder wird häufig bei Kindern mit ADS und ADHS als Kurzintervention eingesetzt. ### Bitte fachlich prüfen: Aussage der alten Seite lautete "am häufigsten eingesetzt". Es hat sich auch bei vielen anderen Fragestellungen bewährt. Sozial ängstliche Kinder, Kinder mit leichten Verhaltensauffälligkeiten, mit Lernproblemen und mit Verhaltensweisen im Vorfeld von ADS und ADHS profitieren ebenfalls von dem Training. Es berücksichtigt besonders Aufmerksamkeitsprobleme im Unterricht und die Hausaufgabensituation und kann als vorbeugende Maßnahme in einem überschaubaren Zeitraum durchgeführt werden.

Ziele des Trainings

  • Erhöhung der Selbststeuerung und Selbstständigkeit
  • Planvolles, systematisches Bearbeiten von Aufgaben
  • Reflektierter Arbeitsstil statt impulsivem Vorgehen
  • Vernünftiger Umgang mit Fehlern
  • Verbesserung der Leistungsmotivation
  • Zutrauen in das eigene Können
  • Stärkung der Eltern
  • Verbesserung der Eltern Kind Interaktion

Erhöhung der Selbststeuerung und Selbstständigkeit

Eines der Hauptprobleme unkonzentrierter Kinder im Unterricht und bei den Hausaufgaben ist, dass sie es aufgegeben haben, sich selbst zu steuern und selbstständig zu arbeiten. Sie sind auf die Unterstützung Erwachsener angewiesen. Ziel des Trainings ist es, dass ein Kind lernt, sich selbst anzuleiten, die Aufgabenstellung genau zu wiederholen und die Aufgaben exakt zu bearbeiten, möglichst ohne Hilfe von Erwachsenen.

Planvolles, systematisches Bearbeiten von Aufgaben

Die im Training verwendete Methode des inneren Sprechens und viele Übungen zur Förderung der Wahrnehmung führen oft auf spielerische Art dazu, dass Kinder planvoller mit Aufgaben umgehen. Wenn ein Kind in der Lage ist, eine Aufgabenstellung laut zu wiederholen und in eigenen Worten zu erklären, ist die Chance sehr hoch, dass es sie korrekt bearbeitet. Ebenso wird auf einen überlegten statt impulsiven Arbeitsstil geachtet.

Der Umgang mit Fehlern ist ebenfalls Bestandteil. Kinder halten es oft für eine Katastrophe, einen Fehler zu machen. Im Training erfahren sie immer wieder, dass man Fehler machen darf und dass die Aufgabe richtig ist, wenn man sie verbessert. Das beruhigt häufig und führt dazu, dass sie selbst darauf achten, Fehler zu korrigieren, statt sofort zu sagen: „Ich kann das sowieso alles nicht.“

Die Leistungsmotivation wird in der Regel dadurch verbessert, dass im Training Aufgaben gestellt werden, die Kinder erfolgreich bearbeiten können. Dadurch gewinnen sie wieder Zutrauen in das eigene Können.

Zielgruppe

Ein Kind hat Konzentrationsschwierigkeiten, wenn es ihm schwerfällt, seine Aufmerksamkeit der Situation entsprechend zu steuern:

  • sich einer Sache aufmerksam zuzuwenden
  • nicht abzuschweifen
  • Unwichtiges auszublenden
  • die Aufgabe in angemessener Zeit abzuschließen

Je nach Alter des Kindes sollte eine fokussierte Ausdauer in der Aufmerksamkeit vorhanden sein. Die Aufmerksamkeitsspanne wird normalerweise länger, je älter das Kind wird. Sie beträgt beispielsweise im ersten Schuljahr etwa 15 Minuten, in Klasse 5 können bereits 25 Minuten erwartet werden.

Weitere Anhaltspunkte für geringe Aufmerksamkeit können sein:

  • abgelenkt wirken
  • wenig ausdauernd
  • motorisch unruhig, überaktiv
  • impulsiv
  • schwer führbar, wenn es um die Einhaltung von Regeln geht
  • verträumt
  • unorganisiert

Methoden des Marburger Konzentrationstrainings

Das Training setzt an der Verbesserung der Aufmerksamkeitssteuerung an. Das geschieht mit der Methode der verbalen Selbstinstruktion, einer Technik aus der kognitiven Verhaltenstherapie. Mit verschiedenen Übungen werden Feinmotorik, Wahrnehmung, Merk und Denkfähigkeit sowie Kurz und Langzeitgedächtnis trainiert.

Durch das Gruppensetting und besonders in den Spielen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten der Interaktion und der Einübung von Regeln. Im Umgang mit den Kindern werden verschiedene Techniken aus der Verhaltensmodifikation verwendet.

In individuellen Gesprächen mit den Eltern werden deren Rollen in der häuslichen Umgebung besprochen. Die Elternarbeit ist damit ein wesentlicher Bestandteil des Trainings. Die Gespräche dienen auch der Formulierung gemeinsamer Ziele.

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